Dermatologie

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Gutartige Hautveränderungen

Gutartige Hautveränderungen

Der Begriff Muttermal – lateinisch Naevus pigmentosus – bezeichnet braunschwarze oder bläuliche Färbungen der Haut. Diese können durch unterschiedliche Formen gekennzeichnet sein. Der Ursprung der Muttermale liegt in den Pigmentzellen. Fast jeder Mensch besitzt diese Pigmentmale, eine zumeist harmlose Ansammlung der Pigmente. Sie entstehen im Laufe des Lebens und werden durch UV-Strahlung begünstigt. Muttermale können aber auch genetisch bedingt und angeboren sein.

Operationen von solchen Muttermalen, die das Risiko späterer Entartung beinhalten, Entfernung von Talgzysten und Fettgewebswucherungen, Öffnung und operative Sanierung von Abszessen an der Haut, Korrektur angeborener Fehlbildungen (z.B. Blutschwämme, Naevi sebacei) können erforderlich sein.

Bösartige Hautveränderungen, bzw. Vorstufen des Hautkrebses

In seltenen Fällen werden Pigmentzellen auch bösartig. Dann bilden sich kleine Tumore, die zwar den harmlosen Muttermalen zunächst ähnlich sehen, sich aber früher oder später aggressiv verhalten. Es entsteht das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs).

Das Melonomrisiko steigt mit der Anzahl der erworbenen Muttermale – dies ist abhängig von genetischen Faktoren, vom Hauttyp und von der Anzahl der erlebten Sonnenbrände.

Sie sind hautkrebsgefährdet bei:

-     Einer hohen Anzahl an Muttermalen, dass heißt über 200 Stück

-     Roten Haaren, heller Augenfarbe oder Sommersprossen

-     Kaum Bräunung (Phototyp I+II)

-     Häufiger Sonnenbrand im Kindes- und Jugendalter

Wenn Sie das Gefühl haben, dass sich Ihr Muttermal verändert, ist dies Grund genug, schnellstens Ihren Dermatologen aufzusuchen.

Auch Lichtschäden (aktinische Keratosen, Morbus Bowen, Cornu cutaneum), Basaliome (Basalzellkrebs), Spinaliome (Stachelzellkrebs) und neben Melanomen weitere Tumoren zählen zu bösartigen Hautveränderungen.

Üblicherweise werden die Hautveränderungen operativ entfernt und für die mikroskopische Überprüfung (Histologie) eingeschickt. Bei oberflächlich beginnenden Hautveränderungen reicht gelegentlich auch eine intensive Kältebehandlung mit flüssigem Stickstoff aus.

Bei operativer Entfernung der oben genannten Hautveränderungen erfolgt zumeist ein Wundverschluss mittels Unterhautnaht und zusätzlicher Hautnaht. Nur selten sind weiterführende Maßnahmen wie z.B. eine Hautverpflanzung notwendig.

Das Operationsrisiko bei den vorgenannten Eingriffen ist zumeist gering, da es sich um relativ oberflächliche Eingriffe handelt. Grundsätzlich ist das Risiko einer Wundinfektion oder einer verzögerten Wundheilung gegeben.