Dermatologie

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Haut-Check-Up

Die Hautkrebsvorsorge dient dem rechtzeitigen Erkennen von bösartigen Geschwülsten der Haut in einem heilbaren Stadium.

Hautkrebs ist eine Erkrankung, bei der sich bösartige Zellen der Haut ungehindert vermehren und ihre direkte Umgebung zerstören sowie auch den gesamten Körper befallen kann.

Der Krebsart nach werden im Wesentlichen das maligne Melanom, der Basalzellkrebs und das Spinaliom unterschieden.

Der so genannte “Schwarze Hautkrebs” – das maligne Melanom – macht etwa dreiviertel der Fälle von Hautkrebs aus. Die anderen Formen des Hautkrebses werden “Weißer Hautkrebs” genannt. Der weiße Hautkrebs bildet in den seltensten Fällen Metastasen (Tochtergeschwülste) und kann, so er rechtszeitig erkannt wird, gut und sicher behandelt werden.

Malignes Melanom

Das maligne Melanom ist der gefährlichste Hautkrebs, da er häufig Tochtergeschwülste, so genannte Metastasen in anderen Organen bildet.

Er tritt überwiegend an den belichteten Körperstellen – Gesicht, Dekolletee und Händen – aber auch an anderen Stellen auf. Maligne Melanome ähneln Muttermalen. Diese Muttermale müssen regelmäßig kontrolliert und bei auffälliger Veränderung entfernt werden.

Aktinische Keratose – Lichtkeratose

Eine aktinische Keratose ist eine Verhornungsstörung der Haut.

Sie ist durch Sonnenstrahlung bedingt – oder Solarium – und tritt daher besonders bei Menschen auf, die häufig dieser Strahlung ausgesetzt sind.

In einigen Fällen kann sich aus einer aktinischen Keratose Krebs entwickeln – das so genannte Plattenepithelkarzinom.

Man spricht daher bei aktinischen Keratosen auch von Präkanzerosen (Krebsvorstufen).

Spinaliom oder Stachelzellkrebs

Man unterscheidet zwei Arten von Spinaliomen:

Verhorntes Spinaliom

Es entsteht bevorzugt auf chronisch entzündeter sowie auf chemisch oder durch Strahlung geschädigter Haut sowie auf straffen Narben.

Unverhorntes Spinaliom

Das unverhornte Spinaliom entsteht auf den Schleimhäuten des Körpers, also im Bereich von Vagina, Harnröhre, After, Zunge, Speiseröhre und den Bindehäuten. Es wird neben der Strahlung ausgelöst durch chemische Gifte wie Tabakrauch oder Arsen sowie durch HPV – Humane Papilloma Viren

Dedifferenziertes Spinaliom (eine Sonderform)

Dieses entsteht aus der aktinischen Keratose und entwickelt sich sehr schnell.

Das Spinaliom wird chirurgisch entfernt. Wichtig ist immer, dass der Tumor “im Gesunden” abgetragen wird. Das bedeutet, dass nicht nur der Tumor sondern auch ein Teil des umliegenden Gewebes entfernt wird um sicher zu gehen, dass keine Tumorreste zurückbleiben. Um einen Lymphknotenbefall auszuschließen, müssen diese ebenfalls untersucht werden. Mitunter ist eine Strahlentherapie erforderlich.

Basaliom

Der Basalzellkrebs – Basaliom – trat früher insbesondere an sonnenexponierten Hautstellen bei eher älteren Menschen auf. Mittlerweile sind auch jüngere Menschen davon betroffen.

Basaliome werden in der Regel chirurgisch entfernt – im Gesunden – oder mittels Laser abgetragen.

Vorsorge

Die Hautkrebsvorsorge wird in regelmäßigen Abständen durchgeführt.

Sie umfasst eine genaue Betrachtung der Haut, von Kopf bis Fuß – gegebenenfalls mittels eines Aufsichtsmikroskops (Dermatoskopie) – von Veränderungen der Haut. Auffällige und krebsverdächtige Veränderungen können so rechtzeitig erkannt und entfernt werden.

Ihr Nutzen

Hautkrebs ist eine stetig zunehmende und gefährliche Erkrankung, an der jährlich viele Patienten erkranken. Sie können sich durch eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge sowohl vor dem Krebs als auch vor seinen ernsten Folgen schützen.

Die Hautkrebsvorsorge gehört zu Ihrer persönlichen Vorsorge für ein gesundes und langes Leben.

Qualitätssicherung in der ästhetischen Dermatologie mit 20 MHz- Hautultraschall am Beispiel der Faltenaugmentation.

Dr. med. N. Brenner

In den letzten Jahren wurde von den Medien ein Schönheitsideal geschaffen, an dem sich immer mehr Menschen messen wollen. Schönheit schafft Selbstvertrauen und macht erfolgreich. Schön ist, wer eine glatte Haut hat, einen schlanken Körper, symmetrische Gesichtszüge.

Der Wunsch nach “faltenfreiem” Gesicht verleiht immer mehr Patienten eine invasive Faltentherapie durchführen zu lassen. Viele Fachgebiete beschäftigen sich mit Faltenaugmentationen, was zur Entwicklung neuer Techniken und neuer Substanzen beiträgt. Die rasante Ausbreitung neuer Indikationen und Füllmaterialien erfordert eine kritische Auseinandersetzung mit den zur Verfügung stehenden Präparaten besonders im Hinblick auf die mögliche Qualitätssicherung.

Die immer größer werdende Anspruchshaltung des Patienten erfordert einen kritischen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Präparaten. Sorgfältige Indikationsstellung und Erfahrung des Therapeuten bestimmen die Qualität der Angewandten Methode in erheblichem Maße mit.

Bildgebende Verfahren haben sich als diagnostisches Hilfsmittel in weiten Bereichen der Medizin bewährt und haben heute einen festen Platz in der Routinediagnostik. Der nichtinvasive und gut reproduzierbare 20MHz Ultraschall wird zur Beurteilung der Haut eingesetzt. Anhand der Hautultraschallbilder können die Faltenaugmentationen mit verschiedenen Fillersubstanzen genau dokumentiert werden sowie ablaufende Prozesse, die in der Haut zeitversetzt stattfinden, dargestellt werden.

Im Hautultraschall zeigt die normale, junge Haut ein starkes Eingangsecho, das durch den Impedanzsprung vom Wasser zur Epidermis sowie durch Reflexion in der Epidermis entsteht. Darunter liegt eine deutlich abgrenzbare echoreiche Korium. Die hohe Echogenität ist bedingt durch die Struktur, die Dichte, die räumliche Anordnung und die Spannung des kollagenen Bindegewebes. Das Subkutane Bindegewebe stellt sich im hochfrequenten Sonogramm echoarm dar. Die Muskelfaszie stellt sich echoreich dar.

Bild 1: Ultraschallbild normale, junge Haut. a-Epidermis, b- Korium, c- subkutanes Bindegewebe, d- Muskelfaszie.

Die Hautalterung wird durch zwei Hauptfaktoren beeinflusst: externe Faktoren einerseits, wie die UV-Exposition und das Rauchen (1), intrinsische, konstitutionelle Faktoren andererseits, eine genetische Prädisposition, die so genannte” biologische Uhr” (2).

Sowohl bei extrinsischer Alterung als auch im intrinsischen chronologischen Alterungsprozess werden sowohl einzelne Zelltypen als auch Strukturproteine der Dermis verändert. Durch die Freisetzung reaktiver Sauerstoffradikale kommt es zur Schädigung des Bindegewebes der Haut. So verursacht das Superoxidanion und das Hydroxylradikal die Zerstörung des Kollagenmoleküls (3).

Anhand der Hautultraschallbilder können die Hautalterungsprozesse sowie Faltentiefe genau dokumentiert werden. Wenn man die Hautultraschallbilder der Temporalregion einer 20- und einer 65-jährigen Patientin vergleicht, so fehlt die unterschiedliche Koriumstruktur sofort ins Auge: Im oberen Anteil des Koriums stellt sich ein echoarmes Band, das vom restlichen Korium gut abgrenzbar ist, dar. Niedrige Echogenität der Dermis ist durch den Kollagenverlust entstanden. Das entspricht der Diagnose aktinische Elastose und schildert den Verlust der Bindegewebsstränge und Degeneration der Kollagenfasern.

Bild 2: Hautultraschall der Temporalregion einer 20-jährigen Patientin

Bild 3: Hautultraschall der Temporalregion einer 65-jährigen Patientin

Zur Faltenaugmentation werden verschiedene injezierbaren Füllmaterialien verwendet,an die bestimmte Anforderungen gestellt werden. Ein “guter” Filler sollte nicht toxisch sein und immunologisch inaktiv. Die Substanz sollte vom Körper auf natürlichem Wege abgebaut werden können. Lang anhaltende Resultate sind wünschenswert, jedoch sollte das Produkt resorbierbar sein.

Polymilchsäure (Sculptra TM), ein Polymer der Alphahydroxysäurefamilie, wird als biokompartibel abbaubares Füllmaterial seit 1999 verwendet. Polymilchsäure wird aufgrund ihrer biologischen und mechanischen Eigenschaften seit über 20 Jahren in der Medizin eingesetzt. Sie wird verwendet als auflösbares Nahtmaterial, in der prothetischen Chirurgie sowie zur verzögerten Medikamentenfreisetzung.

Da es sich um eine synthetische Substanz handelt, sind keine Allergietests erforderlich. Polymilchsäure ist bioresorbierbar und bioabbaubar: sie wird ganz natürlich über den Laktat und Pyruvatzyklus zu CO2 abgebaut und mit der Atmung ausgeschieden.

Sculptra eignet sich gut zur Korrektur von Falten und Narben sowie zur Gesichtskonturierung und Volumenauffühlung. Speziell Nasolabialfalten, Mundwinkelfalten und Volumendefekte der Wange (buccale Fettatrophie des Alters sowie medikamenteninduzierte Lipodystrophie) lassen sich mit Polymilchsäure gut behandeln.

Bild 4: Faltenaugmentation bei einer 35-jährigen Patientin mit Polymilchsäure

Bild 5: Hautultraschall der Nasolabialfalte vor der Behandlung

Bild 6: Hautultraschall 8 Wochen post Injektionen

Die Qualitätskontrolle der behandelten Areale mit 20 MHz- Hautultraschall ermöglicht den Nachweis der Kollagen- Neogenese nach 4 bis 6 Wochen post Injektionen, daraus resultiert die Hautdickenzunahme.

Durch Hautultraschallkontrollen können auch Skeptiker unter Patienten und Kollegen überzeugt werden und vorläufige Zunahme der Faltentiefe nach Behandlung mit Polymilchsäure wird von den Patienten leichter toleriert.

Das injezierte Volumen von Polymilchsäure bewirkt eine sofortige Auffüllung der Falten und Volumendefekte. Innerhalb 3-4 Tage wird das Wasser in dem injezierten Volumen vom Körper abgebaut. Und die Faltentiefe nimmt etwas zu. Danach kommt es durch die Neubildung von Kollagen zu einem natürlichen Aufbau des Bindegewebes und damit zu einem Ausgleich von Falten. Nach ca. 6 Wochen kann entschieden werden ob die Nachbehandlung durchgeführt werden kann.