Proktologie

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Prävention

Waren Sie diesen Winter häufig erkältet? Leiden Sie an Hautkrankheiten oder an Blähungen, wiederkehrenden Durchfällen, Verstopfung oder Bauchschmerzen?

Viel öfter als angenommen liegt die Ursache derartiger Beschwerden im Darm. Das etwa fünf bis sechs Meter lange, schlauchförmige Organ hat neben der Nahrungsverwertung weitere wichtige Aufgaben zu erfüllen.

Den maßgeblichen Anteil der Arbeit leistet jedoch nicht der Darm selbst, sondern seine Bewohner, die zahlreichen Bakterien. Ihre Zahl ist so unermesslich groß, dass sie, wenn man sie wie eine Perlenkette aufreihen würde, die Erde etwa zweieinhalb Mal umspannen könnten. Immerhin repräsentieren sie etwa die Hälfte unseres Darminhaltes. Zusätzlich leben viele der nützlichen Mikroorganismen an der Darmwand.

Welche Mikroorganismen leben in unserem Darm?

Der menschliche Darm gliedert sich in den Dünn- und Dickdarm. Während der obere Darmabschnitt, der Dünndarm, eher am aktiven Verdauungsgeschehen beteiligt ist, sorgt der Dickdarm dafür, dass der Darminhalt eingedickt wird und Mineralstoffe aufgenommen werden. Der Sauerstoffgehalt im Darminneren nimmt nach unten hin kontinuierlich ab. So finden wir in jedem Darmabschnitt ein anderes Milieu vor, so dass der Darm Lebensräume für mindestens 500 bis 600 verschiedene Bakterienarten bietet.

Viele Einflüsse können das Gleichgewicht durcheinander bringen. Allen voran sind Antibiotoka, ein zu reichlicher Gebrauch von Abführmitteln, sowie eine Fehlernährung zu nennen. Bei zuviel Fett und Eiweiß in der täglichen Kost vermehren sich vorrangig Fäulnisbakterien. Ihre Stoffwechselprodukte verursachen unter anderem Blähungen und Völlegefühl.

Was kann ich für meinen Darm selbst tun?

Eine unausgewogene Ernährung mit viel Fleisch- und Fettzufuhr, wenig ballaststoffreicher Ernährung, wie zu viel Zucker und Weißmehl und geringe Flüssigkeitszufuhr von weniger als 2l pro Tag sowie körperlicher Bewegungsmangel sind die Hauptursache für Erkrankungen des Enddarmes und Darmes.Viel Flüssigkeit hält den Stuhl geschmeidig. Wichtig für einen gut geformten Stuhlgang ist die ausreichende Flüssigkeitsaufnahme. Kaffee und Alkohol entziehen dem Körper Wasser und fördern eine negative Flüssigkeitsbilanz. Günstige Getränke sind Mineralwasser, Kräutertee, Früchtetee, Obst- und Gemüsesäfte. Schwarztee begünstigt die Verstopfung.

Eine mikrobiologische Stuhlanalyse liefert wertvolle Informationen über die Situation im Darm. Der Florastatus deckt Störungen des mikrobiellen Gleichgewichtes auf und erlaubt Rückschlüsse über die Abwehrsituation.